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Transfer · 7 Min.

Lerntransfer statt 70-20-10-Mythos: Was die Evidenz wirklich trägt

Warum Lernanteile keine Lernstrategie ersetzen und welche Fragen bei der Gestaltung arbeitsnaher Entwicklung wirklich helfen.

Veröffentlicht am 20. September 2026

Kernaussage

Nicht das Verhältnis von Lernformaten entscheidet, sondern wie konsequent formales Lernen, Erfahrung und soziale Unterstützung verbunden werden.

Eine eingängige Formel mit Grenzen

70-20-10 hat den Blick auf informelles und soziales Lernen gelenkt. Als exakte Verteilung ist die Formel jedoch keine belastbare Naturgesetzlichkeit.

Problematisch wird sie, wenn Organisationen annehmen, Lernen entstehe automatisch durch Erfahrung. Erfahrung kann Routinen ebenso festigen wie sie verbessern.

Bessere Fragen als Prozentwerte

Eine belastbare Lernarchitektur beginnt bei Arbeit und Wirkung.

  • Welche kritischen Situationen müssen Mitarbeitende besser bewältigen?
  • Welche Reflexion und welches Feedback machen Erfahrung lernwirksam?
  • Welche formalen Impulse schaffen gemeinsame Standards?
  • Welche Rahmenbedingungen verhindern die Anwendung?

Arbeitsnah heißt nicht unstrukturiert

Gutes Transferdesign verbindet Input, Erprobung, Feedback und Wiederholung. Führung, Prozesse und Anreize dürfen dabei nicht gegen das Lernziel arbeiten.

Für Entscheider ist deshalb ein integriertes System hilfreicher als die Diskussion über ideale Lernquoten.

Quellen und Vertiefung

Die Einordnung stützt sich auf die folgenden Studien und Institutionen. Externe Links öffnen die jeweilige Primärquelle.

Der nächste Schritt

Vom Erkenntnisgewinn zur Umsetzung im Alltag.

Wir verbinden Strategie, Organisation, Prozesse und Personalentwicklung – und schaffen die Routinen, die Veränderung wirksam machen.

Gespräch vereinbarenhelen.neupp [at] levolut [dot] com
Helen Neupp

Helen NeuppCustomer Success